Das kurze, helle Leben des Franz Schubert · 1797–1828
Er war elf, klein sogar für elf, und der einzige Knabe im Hof, der Grau trug. Dreizehn Kapitel später ist er mit einunddreißig tot, und in einer Schublade in der Wohnung seines Bruders liegen eine Symphonie, die niemand gehört hat, ein Quintett, das niemand gespielt hat, und sechshundert Lieder.
Das ist dieses Leben, als Geschichte erzählt: das Schulzimmer, das er hasste, die Freunde, die ihm das Notenpapier kauften, die Abende, die seinen Namen bekamen, und das einzige Konzert, das er je gab. Geschrieben, um in einem Zug gelesen zu werden — oder ein Kapitel vor dem Einschlafen.

Zu den Bildern. Neun der dreizehn Tafeln stammen aus der Zeit selbst, von Leuten, die dabei waren — Kupelwieser, Schwind, Rieder, dazu Schuberts eigene Handschrift. Die übrigen vier sind gezeichnet. Herkunft und Lizenz stehen jeweils darunter.
Zu den Zitaten. Alles, was in diesem Buch in Anführungszeichen steht, stand ursprünglich auf Deutsch — Schuberts Briefe, Holzers Bemerkung, der Polizeibericht, Grillparzers Grabspruch. In dieser Ausgabe steht es so da, wie es geschrieben wurde, und nicht als Rückübersetzung.